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Soloprogramm Manche seiner Sprüche brauchen in den Hirnwindungen der Zuschauer etwas, um sich zurecht zu finden - aber dann kommt der berühmte "Aha-Effekt". Der Niederbayer liebt nicht den Frontalzusammenstoß, er liebt das Feine, eine Art Streifschüsse, die dennoch alle ins Schwarze treffen. Der Schauspieler und Autor schöpt stets aus dem Vollen. Nichts ist ihm heilig, nichts ist ihm fremd. Alle, die es verdienen, bekommen eine gehörige Portion Fett weg. Das ist es jedoch nicht, das ihn stark macht, sondern seine rasierklingenscharfen Analysen, in vielen Überraschungen verpackt, die vom Publikum ausgepackt werden dürfen. Das Geschenkpapier ist ein einzigartiger Humor, der Bruno Jonas schon über 30 Jahre viel Erfolg bereitet hat. Das Programm ist ein Querschnitt durch die aktuelle Lage unserer Gesellschaft. Von Thilo Sarrazin über Quelle bis hin zu der neuesten Aussage des Papstes zu Kondomen bleibt kein Thema kabarettistisch unbehandelt. Korruption wird bei Jonas erst dazu, wenn es der Falsche macht und für ihn steht fest, "dass es einfach ist, standhaft zu bleiben, wenn einen ohnehin keiner Geld anbietet". Und so fragt er sich: "Gibt es einen, der nicht käuflich ist - und wenn ja, wie hoch ist sein Preis?" Jonas ist erkennbar ein Profi und kein Zischenruf bringt ihn aus der Ruhe - ebenso wenig wie ein Hänger, den er wortreich überspielt, bis er weiter weiß und mit zusätzlichen Lachern begeistert. |
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